Asturcon

 

Der Asturcon – halbwildes Pferd aus Spanien

In Asturien, im Nordwesten Spaniens, lebt der Asturcon in halbwilden Herden. Experten nehmen an, dass die Rasse aus einer Kreuzung bodenständiger Urponys mit dem ebenfalls uralten Sorraia entstand. Auch ein Einfluss der keltischen Ponys wird angenommen. Schon der römische Gelehrte Plinius hat diese Pferderasse erwähnt. Die Zucht ist entsprechend sehr alt.

Die Ursprünge der Zucht reichen bis zu den Kelten

Man bezeichnet das asturische Pony als das typische keltische Nutzpferd, das schon zu Zeiten des Imperium Romanum geschätzt wurde. Damals als Tieldones bezeichnet, waren sie als Passgänger weit verbreitet und ein begehrter Handelsartikel. In der Neuzeit erfuhr die Rasse einen starken Rückgang.  Ähnlichkeiten bestehen durchaus mit dem Exmoor Pony, dem Fellpony sowie dem Shetlandpony.

Der Asturcon – Erhaltungszucht sichert Fortbestand

Seit 1987 besteht in Spanien ein Zuchtbuch für den Asturcon. Die Asociación de Criadores de Ponis de Raza Asturcón wurde mit einem Bestand von 23 Zuchtstuten gegründet. Inzwischen hat sich der Bestand etwas erholt. Die rund 90 Züchter halten etwa 1.200 Asturcon-Stuten. Der Asturcon ist schwarz bis schwarzbraun und hat eine Größe von etwa 120 cm bis 130 cm. Abzeichen sind bis auf einen kleinen Stern nicht erwünscht. Im Stutbuch eingetragen werden jedoch nur die schwarzen Pferde.

(eingesandt von Elke Ashoff)

Rassenmerkmale:

  • Stockmaß: zwischen 120 und 135 cm
  • Aussehen /Exterieur: schmaler Kopf; mit geradem Profil; große Augen und Nüstern; schlanker Hals; die Brust ist nicht allzu bemuskelt; schmale Kruppe; wirkt quadratformatig; kleine wohlgformte Hufe; langer, dichter Schweif
  • Charakter / Interieur: trittsicher und geschickt, in steiniger und bergiger Umgebung; gutmütig, nervenstark,
  • Allgemeines: schon aufgrund der Größe nur bedingt als Reittiere für Erwachsene geeignet, jedoch für kleine Kinder wegen des Charakters als Reitponies durchaus geeignet, Asturcones waren Mitte des 20 Jahrhunderts vom aussterben bedroht, die Population ist jedoch wieder gesichert.

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