Die Vampire unter den Insekten – Unangenehm für Pferd, Pony und Reiter

Pferdebremsen sind schon aufgrund ihrer Größe recht furchteinflößend und ihr Stich ist dementsprechend schmerzhaft. Das wissen auch die Pferde und einige werden auch sofort nervös. Gefährlich kann es dann werden, wenn Bremsen oder sogar Pferdebremsen auf der Koppel in großen Scharen auftreten. Geraten die Pferde dann in Panik, könnten sie sich bei ihrer Flucht Verletzungen an Sehnen oder Gelenken einhandeln. Auch Kriebelmücken belästigen Ponys und Pferde oft zu Hauf und saugen sich an empfindlichen Stellen fest wie an der Innenseite der Oberschenkel, in den Ohren oder an der Brust. Obwohl diese stechenden Insekten nur bis zu vier Millimeter klein sind, verursacht der Stich oft starke Schmerzen. Denn beim Stechen gelangt über den Speichel des Parasits Blutgerinnungshemmer in die Wunde, was zu Blutergüssen führen kann. Zudem reagieren viele Menschen allergisch auf den Stich der Kriebelmücke, da der Speichel zudem auch Histamin enthält.
Einen 100%igen Schutz gibt es gegen stechende Insekten nicht. Man kann sich und sein Pferd nur davor bewahren, indem man den Koppelgang entweder in die Nacht verschiebt oder in die frühen Morgenstunden. Bremsensprays halten meist leider nicht allzu lange in ihrer Wirkung. Sobald das Pferd oder Pony schwitzt, wird meist ein Teil des Präparats aus dem Fell gewaschen und Bremsen werden wieder vom Schweißgeruch des Pferdes angelockt. Daher sollte man die Anwendung häufig wiederholen, jedoch nach Möglichkeit auf Naturprodukte zurückgreifen, da andere Mittel Hautreizungen hervorrufen können. Sehr gut bewährt hat sich natürliches Kokosöl. Es enthält Laurinsäure, die eine stark insektenabweisende Wirkung hat. Dauerhaft zugesetzter Knoblauch im Futter kann auch dazu führen, dass der Schweiß für Bremsen nicht mehr ganz so verführerisch riecht. Bei Knoblauch sollte man jedoch nicht zu große Mengen auf einmal verfüttern, da er auf manche Tiere giftig wirkt.

Quelle: medivendis

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