Die 8 besten Tipps für einen traumhaften Ausritt bei Nacht

Ausritt bei Nacht

1. Trage immer einen Reithelm

Grundsätzlich solltest Du – egal ob tagsüber oder nachts – niemals ohne Reithelm auf ein Pferd steigen. Gerade bei einem Nachtausritt ist der Helm ein unverzichtbarer Begleiter. Denn durch die Dunkelheit ist Deine Sicht eingeschränkt und Du kannst Hindernisse, wie herabhängende große Äste, nicht so gut erkennen. Schütze also Deinen Kopf vor unvorhergesehenen Stößen und vermeide so Verletzungen und ein frühzeitiges Ende Deines nächtlichen Abenteuers.

2. Bereite Dein Pferd gut auf den Ausritt vor

Bevor Du mit Deinem Pferd nachts ausreitest, sollte es sich auch tagsüber auf Ausritten im Gelände sicher und wohl fühlen. Am besten ist es, wenn ihr die Strecke, die ihr nachts reiten wollt, schon ein paar Mal bei Tag geritten seid. Denke auch daran, dass ein Pferd von Natur aus ein Fluchttier ist. Sicherlich hast Du schon erlebt, wie es sich plötzlich ohne erkennbaren Grund erschrocken hat. Pferde können nachts erstaunlich gut sehen. Aber im Dunkeln sehen die Schatten der Bäume für Dein Pferd vielleicht gruseliger aus, als bei Tag, und es wird sich möglicherweise erschrecken. Sei also auch darauf vorbereitet, dass Dein Pferd im Dunkeln plötzlich anders reagiert als am Tag. Plane daher für die ersten paar Nachtausflüge mit Deinem Pferd keine zu große Strecke ein, ihr beide müsst Euch erst an die neue Situation gewöhnen.

 

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3. Bereite Dich selbst gut vor

Wenn Du nachts ausreiten willst, solltest Du Dich selbst ein wenig darauf vorbereitet haben und ein paar Dinge mitnehmen, die Du gut gebrauchen kannst. Auf jeden Fall solltest Du dabei haben:

  • Dein Handy, um im Notfall Hilfe holen zu können.
  • Einen kleinen Verbandskasten, um kleine Verletzungen versorgen zu können.

4. Reite niemals alleine

Auch wenn Du Dir sicher bist, dass auf dein Pferd Verlass ist und Du selbst eine erfahrene Reiterin bist: Bitte reite nachts niemals alleine! Wenn Dir etwas passiert (was wir nicht hoffen) und Du selbst hilflos bist, weil Du z. B. das Bewusstsein verloren hast, kann es sehr lange dauern bis jemand vorbeikommt und Dir hilft. Das kann manchmal schon zu spät sein. Reitet also mindestens in Gruppen von drei Personen, so dass im Notfall ein Reiter bei dem Verletzten bleiben und ein zweiter Reiter Hilfe holen kann oder den Rettungsdienst zur Unfallstelle lotst. Auch wenn Du ein Handy dabei hast und denkst, dass Du von überall telefonieren kannst: Gerade in Waldgebieten gibt es manchmal keinen oder nur sehr schlechten Handyempfang. Sagt auch vorher zu Hause / in Eurem Reitstall Bescheid, welche Strecke ihr plant. So könnt ihr bei einer Suche schneller gefunden werden.

5. Reite langsam

Zugegeben, jeder der Pferde liebt, träumt vielleicht davon bei Mondenschein mit seinem Liebling durch die Landschaft zu flitzen. Sicherer ist es allerdings mit seinem Pferd im Dunkeln Schritt zu reiten. Denke daran, dass Du im Dunkeln schlechter siehst und so Hindernisse vielleicht erst viel zu spät erkennst. Außerdem könnte Dein Pferd im Dunkeln Dinge sehen, die Du nicht erkennst, und Dich mit einem Sprung zur Seite überraschen.

6. Mach Dich und Dein Pferd für andere sichtbar

Leider haben Pferde keine Rücklichter: Sorge deswegen dafür, dass man Dich und Dein Pferd im Dunkeln gut und rechtzeitig sieht. Trage selbst am besten eine reflektierende Weste und für Dein Pferd eignet sich eine Decke aus reflektierendem Stoff und/oder Reflexstreifen, die rundum laufen. Sehr sinnvoll sind für Dein Pferd außerdem leuchtende Bänder, Reflexgamaschen oder Hufglocken. So können Euch Fahrzeuge im Dunkeln besser erkennen und rechtzeitig bremsen. Und auch ihr könnt Euch in der Gruppe besser sehen und Abstände zum Vorausreitenden besser einschätzen. Auch eine gute Idee: Im Fahrradgeschäft oder in diversen Online-Shops gibt es batteriebetriebene LED-Lampen, die man per Clip am Helm befestigen kann. Zudem müsst ihr gemäß Straßenverkehrsordnung § 17 (1) und § 28 (2) eine „nicht blendende Leuchte mit weißem Licht mitführen, die auf der linken Seite nach vorn und hinten gut sichtbar ist“.

 

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7. Halte Dich von Straßen fern

Gerade nachts passieren auf wenig befahrenen Straßen schwere Verkehrsunfälle. Einige Autofahrer glauben, dass eh nichts los ist, drücken ordentlich aufs Gas und überschätzen ihr fahrerisches Können. Schlecht, wenn ihr dann überraschend im Scheinwerferlicht auftaucht. Versucht also eine Strecke zu wählen, die nicht über Straßen führt.

8. Kommunikation ist alles

Denke immer daran, dass Deine Mitreiter vielleicht nachts nicht so gut sehen können, wie Du und dadurch womöglich zu spät reagieren. Wenn Du also in der Gruppe überholen möchtest oder anhalten musst, sag den anderen kurz Bescheid. Wenn Dir jemand das Anhaltesignal gibt, informiere auch die anderen darüber, damit die gesamte Gruppe anhalten kann. So vermeidest Du, dass jemand von der Gruppe getrennt wird. Klingt zwar ein wenig wie Ausflug mit dem Kindergarten, hat sich aber in der Praxis schon mehrfach bewährt!

Mit diesen Tipps steht Deinem Ausritt bei Mondenschein also nichts mehr im Weg!

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