Baschkire

Pferde in einem Dorf am Ural Gebirge
iStock / Lihana

Der Baschkire – zuhause am Ural

Der Baschkire ist ein Pferd aus der Nomadenzucht, der im Gebiet der Steppen südlich des Urals zuhause ist. Den Baschkiren gibt es heute in zwei Typen: einem leichteren Steppentyp und einem etwas kleineren, gedrungeneren Bergtyp. Der Steppentyp des Baschkiren wurde früher bis 152 cm groß. Die Stuten werden in großen, freien Herden gehalten, die Tabunen genannt und regelmäßig gemolken werden. Aus der Milch wird hauptsächlich Kumyß (vergorene Stutenmilch) hergestellt.

Den harten Bedingungen bestens angepasst

Der Baschkire hat sich den unwirtlichen Bedingungen der Region, in der er lebt bestens angepasst. So verträgt dieses Pferd Temperaturen bis minus 40 Grad und ist wegen seiner Härte, Ausdauer und Leichtfutterigkeit bei den Kosaken beliebt.

1845 wurden die ersten Gestüte eingerichtet. Das Ziel der Züchter war es, das Pferd als Arbeitspferd zu verbessern. Zur Milch und Fleischproduktion, sollte die Rasse ebenfalls dienen. Zur Verbesserung der Gebrauchseigenschaften wurde die Zucht im Laufe der Zeit durch Einkreuzung mit Trabern, Donpferden und Ardennern gezielt weiter entwickelt. Die Steppentypen hat man mit Don– und Budjonny-Pferden gekreuzt, Bergtypen mit Trabern und Ardennern.

Rassenmerkmale:

  • Stockmaß: ca. 140-152 cm
  • Farben: Braune, Füchse, Schimmel, Falben
  • Ursprung: Finnland, jedoch auch Beeinflussung durch kirgisische Pferde, so dass eine ähnlichkeit mit ihnen besteht
  • Aussehen / Exterieur: großer, gerader Kopf; langer Hals; kräftiger Rücken; abfallende Kruppe; harte Hufe; starke Gelenke und Knochen
  • Charakter / Interieur: robust, vertragen extreme Klimaschwankungen, trittsicher, ausdauernd, geduldig
  • Ursprungsland: Republik Baschkirien (Baschkortostan), in den südlichen Ausläufer des Ural-Gebirges

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