Calabreser

Bereits im Altertum waren Pferde aus Süditalien als besonders kräftig bekannt. Unter Dionysus I. soll Sizilien die besten Pferde des Altertums besessen haben. In der Renaissance waren die Neapolitaner wegen ihrer Eleganz und Gelehrigkeit begehrt. Aufgrund der Nähe zu Nordafrika darf man einen starken Einfluß des Berbers vermuten, aber auch spanisches Blut fand hierher.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfuhr die Rasse einen erheblichen Niedergang, der durch Einkreuzung Englischen Vollblutes aufgefangen wurde. Der alte Typ des barocken Schulpferdes ging verloren. Der heutige Calabreser stellt im wesentlichen einen Schlag des Salerners dar. Trotz des modern wirkenden Exterieurs umgibt den Calabreser dennoch ein Hauch des alten Neapolitaners.

(eingesandt von Elke Ashoff)

Rassenmerkmale:

  • Stockmaß: Zwischen 155 und 164 cm
  • Farben: Schimmel, Brauner, Fuchs, Rappe
  • Aussehen / Exterieur: freundlicher Ausdruck; großer leicht geramster Kopf; langer, gut geschwungener Hals; schräge Schulter; stabile Beine; harte Hufe; kompakter Rumpf
  • Charakter / Interieur: lebhaft, ehrgeizig, motiviert, eifrig
  • Haupteinsatzgebiet: Reisport

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