Clydesdale

Majestic Clydesdales munching together on some field grass
iStock/johnsfon

Der Clydesdale – imposantes Kaltblut mit schottischen Wurzeln

Der Clydesdale ist ein großes Kaltblutpferd, das langbeinig und kurz wirkt. Ursprünglich in Schottland gezüchtet, erfreut sich diese Rasse heute neben England vor allem in den USA großer Beliebtheit. Aber auch in Australien wird der Clydesdale mit seinen charakteristischen weißen Behängen an den Beinen heute gerne gezüchtet. Diese Pferde gelten als robust, fleißig und sehr verlässliche Arbeitspferde.

Ursprung der Rasse

Die Wurzeln der Clydesdales liegen in Großbritannien, genauer gesagt in Schottland. Am Fluss Clyde, in der Nähe von Glasgow, wurden diese Pferde Anfang des 18. Jahrhunderts durch Kreuzung einheimischer schwerer Stuten mit Hengsten aus Flandern und den englischen Midlands entwickelt. Der Duke of Hamilton und der Farmer John Paterson gelten als die ersten Züchter.  Das Ziel war es ein großes, kräftiges Pferd für anspruchsvolle Arbeiten in der Land- und Forstwirtschaft zu züchten.

A lineup of Clydesdale horses showing off their fancy harnesses at a show.
iStock / Gannet77

Entwicklung der Clydesdale Zucht

Um die Rasse weiter zu verbessern, wurde im 19. Jahrhundert Shire Horse (Old Black Carthorse) planmäßig mit eingekreuzt. Diese Rasse, die als weltweit größte Pferderasse gilt, brachte die imposante Größe in die Zucht. 1877 wurde schließlich der Zuchtverband der Clydesdales gegründet, der sich für eine zukünftige Reinzucht aussprach. Als Stempelhengst muss Glancer 335 betrachtet werden, der über seinen Sohn Gancer 153 und desssen Söhne großen Einfluss nahm und auch in nahezu allen Pedigrees zu finden ist.

Groß, schwer und ausdrucksstark

Heute präsentiert sich der Clydesdale im Vergleich mit anderen Kaltblütern hochbeinig und mit einem kurzen Rücken. In der Regel hat ein Pferd dieser Rasse einen großen Ramskopf mit langen Ohren, einen kurzen, geraden Hals, der in eine gut gelagerte Schulter übergeht. Der Widerrist ist lang und nicht besonders hoch, der Rücken kurz und stabil, die Kruppe kräftig und leicht abfallend. Der Rumpf ist tief, kompakt und von mittlerer Breite. Die langen Beine haben kräftige Gelenke und üppigen Fesselbehang. Der Clydesdale besitzt große, flache Hufe und eine hohe, energische Aktion.

Daytona, Florida, USA - March 6, 2011:A close up the Budweiser Clydesdale horse marcjing in a parade in daytona Florida. Clydesdales have been the symbol of Anheuser-Busch since 1933.
iStock / Aneese

Der Clydesdale – ein schickes Show-Pferd

Die attraktive Optik mit den kräftigen, weißen Behängen, die Umgänglichkeit und die hübsch anzusehende Aktion in den Bewegungen, machen dieses Kaltblut auch auf Shows sehr beliebt. So gibt es unter anderem bei verschiedenen Pferdesport-Veranstaltungen in Großbritannien und Irland Show-Wettbewerbe für Clydesdales, in denen die Pferde herausgeputzt und vorgestellt werden. Mal an der Hand, mal angespannt vor dem Wagen, mal mit Show-Geschirren. In den USA werden Clydesdales ebenfalls gerne bei Shows vorgestellt. Die Biermarke Budweiser spannt regelmäßig für Paraden und Show-Auftritte Clydesdales an, die zum Markenzeichen der Firma gehören. Auch in der Werbung für die Marke werden Clydesdales oft eingesetzt.

Bunte Braune sind häufig anzutreffen

Der Clydesdale ist ein temperamentvolles und fleißiges Arbeitspferd, das sich auch zur Kreuzung mit Vollblütern eignet. Es gibt alle Farben, häufig jedoch Braune mit großen Abzeichen und auch gestichelte Farben. Das Stockmaß liegt bei ca. 165cm bis 172cm, das Gewicht kann bis zu einer Tonne betragen.

 

Rassenmerkmale:

  • Stockmaß: Zwischen 163 und 193 cm
  • Farben: Meist Braune, selten Rappen, gescheckt
  • Ursprung: Schottland
  • Hauptzuchtgebiet: USA
  • Haupteinsatzgebiet: Zugpferd
  • Allgemeines: ca. 1000kg schwer
  • Aussehen / Exterieur: Ausdrucksvoller, nicht zu großer Kopf; starker Hals; starker Rücken; starkt bemuskelte Kruppe; große Hufe; Fesselbehaarung

 

Schreibe einen Kommentar