Dalespony

Das Dalespony, welches seinen Namen aus der Gegend von Nord-Yorkshire, Durham und den Cumbrian Mountains, wo es seit Jahrhunderten gezüchtet wird, erhielt, wurde bis Ende des 19.Jahrhunderts nicht als eigenständige Rasse angesehen. Sondern nur als Nebenprodukt des nahen Verwandten, des Fellponys, das auf der westlichen Seite des Pennine-Gebirges gezüchtet wurde.

Erst danach entwickelte sich das Dalespony unabhängig davon und es wuchs auf ein Stockmaß bis zu 145cm; das Fellpony hingegen blieb bei seiner Größe von nicht mehr als 140cm. Dalesponys gehören ebenfalls zu einer typisch britischen Rasse, die ideale Familienponys ergeben, da sie als sehr freundlich und umgänglich gelten.

Sie sind nicht nur gute Reitponys für Kinder, sondern durch ihren kräftigen Rücken und ihre allgemeine Robustheit durchaus auch für erwachsene, nicht zu große Reiter geeignet.

Ihr Gebäude setzt einige Grenzen, was die Schnelligkeit angeht, doch sind sie sehr gute Springpferde, tragen den Reiter auch durch unwegsames Gelände und geben hervorragende Wagenpferde ab. Besonders beliebt sind sie als Touristen-Trekking-Pferde, wobei sie durch ihr ausgeglichenes Temperament und ihre Trittsicherheit auch Reitanfängern viel Freude bieten können.

Dales- und Fellponys haben eine gemeinsame Geschichte, da die Hengste Lingcropper und Blooming Heather beide Zuchten stark beeinflußt haben. Die Züchter der Dalesponys sehen allerdings den Welsh Cob Comet als den einflußreichsten Hengst ihrer Zucht an.

Im Jahr 1851 wurde ein besonders kräftiges, schweres Fohlen geboren – Comet. Er wurde von Wales nach Westmorland gebracht, um dort an Trabrennen teilzunehmen, zeigte dabei hervorragende Leistungen und seine Nachkommen wurden als die besten Dalesponys angesehen, darunter ein Sohn, Comet II, der der Großvater von Linnel Comet wurde, einem der hübschesten Ponys des schweren Dales-Typs.

Werden die Dalesponys heute vorwiegend als Reitpferde verwendet, mußten sie früher schwere Arbeit verrichten. Sie wurden als Pack- und Wagenponys verwendet, die Blei und Kohle von den Minen bis zur Küste transportieren mußten.

Andererseits waren es auch Bauernpferde, die besonders auf hügeligem Gelände gute Arbeit leisteten. Noch heute wird ein kleiner Teil von ihnen in der Landwirtschaft eingesetzt. Einige Dalesponys wurden auch mit Vollblütern gekreuzt, wodurch Hunter und Cobs von guter Qualität und sensiblem Temperament entstanden.

Rassenmerkmale:

  • Größe: ca. 145cm.
  • Farbe: überwiegend Rappen, Braune und nur wenige Schimmel.
  • Kopf: klein, hübsch, mit viel Platz zwischen den Augen. Augen groß und sanft. Nicht zu großes Maul, Wangen- und Kehllinie dürfen nicht grob aussehen. Kleine, auffrecht stehende Ohren. Aufmerksamer Ausdruck. Mähne (und Schweif) lang und dicht.
  • Schultern: tief, schräg, weit hinten liegend.
  • Gebäude: kurz, mit kräftigem Rücken und mächtiger Lendenpartie. Große Gurtentiefe mit viel Platz für Herz und Lungen.
  • Hinterhand: gut entwickelt und kompakt.
  • Gliedmaßen: kräftig, flach-knochige Vorderbeine. Kurze, gerade Röhrbeine; breite, kräftige Gelenke. Trocken. Feines, seidiges Haar an den Fesseln.
  • Hufe: breit, sehr hart, gut geformt, dunkel.
  • Aktion: gerade und gut, Bewegung kommt aus den Sprunggelenken bzw. Knien

Quelle Bild: Darren Copley / flickr (CC: BY)

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