Irish Draught Horse

Das Irish Draught Horse – das klassische irische Pferd

Der Name »Irish Draught Horse«, also Irisches Zugpferd, stimmt heute eigentlich nicht mehr. Denn das Pferd lässt sich gut reiten und hat vor allem eine besondere Vorliebe fürs Springen. Allerdings wurde es zu Beginn seiner Geschichte tatsächlich von irischen Bauern für leichte Zugarbeit, allerdings auch schon als Reitpferd gezüchtet. In der heutigen Zeit wird das Pferd häufig mit Vollblütern gekreuzt, wodurch u.a. hervorragende Hunter und Sportpferde entstehen.

Rasse mit unbekannten Wurzeln

Die Ursprünge des Irish Draught sind leider unbekannt, aber man nimmt an, dass es sich aus den Connemaraponys entwickelt hat, die aus ihrer kargen Heimat in bessere, üppigere Gegenden Irlands gebracht wurden. Es ist auch möglich, dass das Irish Draught aus importierten Vollblüterhengsten, die sich mit bodenständigen Stuten gepaart haben, entstanden ist, wobei die Stuten selbst schon spanisches oder arabisches Blut in sich hatten.

Das Irish Draught Horse – ein Pferd im Rechteckformat

Vor 1850 wurde die Rasse als ein »langes, niedrig gebautes Tier, das kaum größer wird als 155cm, mit kurzen, kräftigen, trockenen Beinen, viel Kaliber und Substanz, mit kurzem Rücken, kräftiger Lendengegend und ebensolcher Hinterhand, abfallender Kruppe, ziemlich steilen Schultern, kräftigem Hals und hübschem, kleinem Kopf« beschrieben. Sie hatten eine kräftige und flache Aktion, jedoch ohne jede Anmut, konnten immer schon gut traben und galoppieren und waren vor allem ausgezeichnete Springpferde.

Blutzufuhr brachte Veränderungen

1847 zerstörte das irische Hungerjahr fast die ganze Zucht und die übriggebliebenen Pferde wurden nicht gerade verbessert durch Zufuhr von Clydesdale– bzw. Shire-Blut. Später nahm sich das Landwirtschaftsministerium der Zucht an. Heutzutage ist das Irish Draught ein beliebtes, gutes, aktives Gebrauchspferd geworden.

Zucht in Irland und Großbritannien

1917 wurde das Stammbuch angelegt und 1976 wurde die Irish Draught Horse Society gegründet, die sich der Zucht dieses Pferdes verschrieben hat. In Großbritannien, wohin etliche Pferde exportiert worden waren, wurde die Zucht lange Zeit nicht anerkannt. Das Pferd war nur ein Typ, keine eigenständige Rasse. Doch auch hier gibt es seit 1979 nun eine britische Gesellschaft als Pendant zur irischen. Die British Society hat sehr strenge Vorschriften für Zuchthengste und -stuten aufgestellt. Nebenbei gibt es noch eine Registrierung von Pferden, die nachgewiesenermaßen Irish Draughts sind, aber (noch) keine Papiere haben.

Rassenmerkmale:

  • Größe: zwischen 160 cm und 170 cm.
  • Farbe: Braune, Füchse, Schimmel.
  • Kopf: klein, mit intelligentem Ausdruck, im Huntertyp stehend.
  • Gebäude: tiefe Brust mit schrägen Schultern. Ovaler Brustkorb. Kurzes, glattes Fell. Hoch angesetzter Schweif.
  • Gliedmaßen: trocken mit guten, flachen Röhren. Nicht zu große Füße bzw. Hufe. Kein Kötenbehang.
  • Aktion: frei und gerade.

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