Mangalarga Marchador

 

Mangalarga Marchador Hengst Júpiter Quitumba
Fabio Vidigal / Arquivo do Rancho Haras Quitumba

Der Mangalarga Marchador – brasilianisches Pferd, portugiesische Wurzeln

Der Mangalarga Marchador wird ungefähr seit dem 19. Jahrhundert in Brasilien gezüchtet. Der Ursprung dieser Rasse, die nördlich von Rio im Bundesstaat Minas Gerais zuhause ist, sind vermutlich Pferde der portugiesischen Siedler. Dazu zählten neben iberischen Pferden auch solche mit portugiesischen Wurzeln, die der Rasse Alter Real zuzuordnen sind. Damit haben wohl Pferde der iberischen Halbinsel die Grundlage für die neue Zucht gelegt.

Der Mangalarga Marchador – ein Gangpferd

Der Name Mangalarga Marchador erinnert vom Klang her an das Wort „marschieren“. Und das ist in gewisser Weise auch so. Der Marchador beherrscht einen zusätzlichen Gang, der Marcha genannt wird, im Viertakt ausgeführt wird und für den Reiter sehr sitzbequem ist. Ähnlich wie der Tölt bei den Isländern wird die Marcha von den Züchtern der Mangalarga Marchador sehr geschätzt.

Zuchtziele der Rasse

Basierend auf Pferden mit spanischen und portugiesischen Wurzeln, hat sich die Zucht dieser Rasse an einigen Attributen der Vorfahren orientiert. Dazu gehören:

  • Schönheit des iberischen Typs
  • Hervorragender Charakter und angenehm im Umgang
  • Leistungsbereitschaft und -fähigkeit

Die Zuchtziele wurden konsequent verfolgt und haben damit ein besonders hübsches und vielseitiges Pferd hervorgebracht, das heute in vielen verschiedenen Disziplinen geschätzt wird. Aufgrund der Anzahl der Züchter und der eingetragenen Zuchtpferde ist diese Rasse weltweit eine der am stärksten vertretenen. In Deutschland und Europa ist sie bislang jedoch noch nicht sehr verbreitet.

Der Managlarga Marchador im Sport

Durch ihre iberischen Vorfahren bringen die Mangalarga Marchadores eine hohe Dressurbegabung mit sich. Sie können Lektionen Einerwechsel, Galopp-Pirouetten, Piaffe, Passage und andere höchst anspruchsvolle Dressuraufgaben lernen. Genauso wie ihre europäischen Verwandten der Andalusier, der Alter Real und der Lusitano, die sich zunehmend bei internationalen Championaten im Dressurviereck in Szene setzen.

Viele gute Eigenschaften – viele Einsatzbereiche

Durch den besonders bequemen Gang der Marcha werden Mangalarga Marchador auch im Bereich der Freizeitreiterei, des Wanderreitens, im Reittourismus und bei Distanzritten geschätzt. Trittsicherheit, Nervenstärke, ein ausgeglichenes Gemüt und Ausdauer tragen dazu bei, dass sie in all diesen Bereichen sehr erfolgreich eingesetzt werden.

Das Spiel mit den Rindern

Darüber hinaus bringt der Marchador auch ein gewisses Maß an Cowsense mit. Deshalb werden Pferde dieser Rasse auch gerne bei der Rinderarbeit eingesetzt. Hier kommen zudem Wendigkeit und Reaktionsschnelligkeit, Mut und Nervenstärke zum Tragen. Im Hinblick auf den sportlichen Einsatz sind diese Pferde deshalb auch für Westernreiten und Working Equitation sehr gut geeignet.

 

 

  • Stockmaß: Zwischen 138 und 160 cm
  • Farben: Alle Grundfarben
  • Ursprung und Verbreitung: Brasilien
  • Aussehen / Exterieur: nicht allzu langer Rücken; aber lange Kruppe; sinkende Schulter; trockenes Fundament; kräftige Fesseln
  • Charakter / Interieur: zuvorkommend, einfach, liebenswert, gefühlvoll, nicht kompliziert
  • Haupteinsatzgebiet: Reitpferd, Arbeitspferd, Showpferd, Freizeitreiten

 

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