Mecklenburger und Brandenburger

Beide Schläge dieses Sportpferdes der ehemaligen DDR gleichen weitgehend dem modernen westdeutschen Warmblut und sind kaum von einem leichten bis mittelschweren Hannoveraner o.ä. zu unterscheiden, wenn auch deren Korrektheit und Harmonie oft etwas zu wünschen übrig lassen.

Es hat einen ausdrucksvollen Kopf, eine gute Halsung sowie eine meist hinreichend gut gelagerte Schulter. Dazu eine kräftige Mittelhand, Nierenpartie und Kruppe. Sein Fundament und das Hufmaterial sind von uneinheitlicher Qualität, meist jedoch entsprechend. Seine Gänge und sein Springvermögen sind für den mittleren Sport ausreichend. Die Farbpalette umfasst meist Braune, Füchse, Rappen. Die Größe liegt um 162cm bis 170cm Stockmaß.

1787 wurde in Neustadt a.d. Dosse das Friedrich-Wilhelm-Gestüt gegründet, wo auf Basis des englischen Halbblutes und des orientalischen Edelpferdes gezüchtet wurde. Die von Kriegseinflüssen oftmals unterbrochene Zuchtarbeit erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Trakehnen.

Der Achal Tekkiner Turcmain Atti wirkte in diesen Gestüten als bedeutendster Hengst. Schon zu DDR-Zeiten versuchten die volkseigenen Gestüte, aus den bodenständigen Pferden durch Einkreuzung von Hannoveranern, Trakehnern und Vollblütern moderne, vielseitige Sportpferde zu schaffen. Seit dem politschen Umschwung fanden wieder verstärkt Bestrebungen privater Züchter statt, die Qualität vor die Quantität zu stellen. Die alten, ehemals hochwertigen Zuchten Brandenburgs und Mecklenburgs werden sicher aufleben.

Rassenmerkmale:

  • Stockmaß: Zwischen 162 und 170 cm
  • Farben: Braune, Füchse, Rappen
  • Ursprung: Deutschland
  • Aussehen / Exterieur: ausdrucksvoller Kopf, gute Halsung; gut gelagerte Schulter; kräftige Mittelhand und Kruppe; ausreichendes Springvermögen und Gangarten, harte Hufe
  • Charakter / Interieur: ehrgeizig, freundlich, angenehmes Temperament, gut zu reiten
  • Haupteinsatzgebiete: Reitpferd für sämtliche Disziplinen

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