Mérens-Pferd

Merens Horses, French Horse from Pyrenees Mountains
iStock / slowmoitiongli

Das Mérens-Pferd – ein Pferd der Pyrenäen

Das Mérens-Pferd ist eine Rasse sehr alten Ursprungs, die die Jahrhunderte in der rauen Abgeschiedenheit der französischen Pyrenäen zwischen Frankreich und Spanien überdauerte. Das Ursprungsgebiet dieser schwarzen Gebirgsponys sind die Gebiete von Ax-les-Thermes, Querigut, Les Cabannes und Tarascon im Departement Ariège. Vermutlich geht diese Rasse auf Pferde zurück, die in der Region heimisch waren, die mit Tieren gekreuzt wurden, die von den Römern in die Region gebracht wurden. Später wurden unter anderem Araber aber auch Kaltblüter wie der Percheron oder der Bretone eingesetzt, um die Zucht zu verbessern.

Ursprünglich ein Pferd der Bergbauern

Ursprünglich Arbeitspferd der Bergbauern, drohte der Mérens im letzten Jahrhundert zweimal auszusterben. Inzwischen ist der Erhalt gesichert und es kann von einer niveauvollen Zucht gesprochen werden. War der Mérens zunächst vor allem ein Arbeits- und Wirtschaftspferd, wird er heute vielseitig eingesetzt. Unter dem Sattel ist das Mèrens-Pferd ein gutes Gebrauchspferd für Freizeitreiter sowohl im Gelände, als auch im Dressurviereck. Für einen Sprung ist es immer zu haben. Vor dem Wagen zeichnet es sich durch seine Wendigkeit, Kraft und seine Ausdauer aus. Als Packpferd kann es Lasten bis zu 150 kg tragen.

Merkmale des Mérens-Pferdes

Das Äußere des Mérens-Pferdes ist harmonisch und erdverbunden. Charakteristisch ist ein leichter, edler Kopf, ein kräftiger Hals und ein breiter muskulöser Rücken mit soliden Gliedmaßen. Es gibt nur Rappen. Kleine Abzeichen, insbesondere am Kopf, werden geduldet. Mähne und Schweif sind üppig und oft gelockt. Meistens haben die Mérens einen kräftigen Kötenbehang. Das Stockmaß der Pferde liegt zwischen 1.35 und 1.50m. Wobei das Maß nach oben um einige Zentimeter höher sein kann.

Ausdauernd, genügsam und robust

Jahrhunderte lang lebte das Mérens-Pferd unter widrigen Umständen in der rauen Natur der Pyrenäen. Wiesenkräuter und  Heu sind ausreichend, um es fit zu halten. Ob Sommer oder Winter, bevorzugt es das Leben im Freien. Auch strenge Kälte schadet ihm nicht. Seine Genügsamkeit, seine Gesundheit, seine Robustheit sowie seine solide Muskulatur sind Merkmale, die sich über die Jahrhunderte durch das Leben in den Pyrenäen entwickelt haben. Sie machen das Mèrens-Pferd zu einem weniger kostspieligen Kameraden fürs Leben.

Das Mérens-Pferd als Freizeitpartner

Durch das Leben und die Arbeit an den Berghängen der Ariège, ist das Mèrens-Pferd äußerst ausdauernd und zäh. Selbst wenn es müde ist, wird es seinen Reiter noch wohlbehalten nach Hause bringen. Diese Zuverlässigkeit macht den schwarzen Mérens zu einem sehr beliebten Freizeitpartner. Das Mèrens-Pferd hat einen ruhigen, ausgeglichenen Charakter, auch wenn es manchmal etwas eigensinnig sein kann. Aufgrund seiner Stärke ist es aber kein ausgesprochenes Kinderpony.

 

Rassenmerkmale des Mérens-Pferds:

  • Stockmaß: mindestens 1,35 cm
  • Farben: gleichmäßiges Schwarz, leicht stichelhaarig an den Flanken wird gerne gesehen
  • Aussehen / Exterieur: dicker, fülliger Schweif; häufig gelockte, einseitige Mähne; ausdrucksvoller, edler Kopf; gerade, konvexe Nasenpartie;  kurze Ohren; lebhafte Augen; mittellanger, gut angesetzter Hals; breite Brust; mittellange, ziemlich schräge Schulter; genügend ausgeprägter Widerrist; breiter, muskulöser, gerader Rücken; runde Kruppe; volle, tiefe Flanken; trockene, starke Gliedmaßen; breite, harte Hufe;
  • Charakter / Interieur: kräftig, robust, natürlich, willig, edel
  • Allgemeines: Fohlen können in schwarz, silbergrau oder kaffeebraun geboren werden, die Haarstruktur ist weich wie Seide, die Farbschattierungen unterscheiden sich in den Jahreszeiten;raumgreifende Gänge, insbesondere mit Schub aus der Hinterhand
  • Das „Ideal“ – Mérens: Rustikales Kleinpferd mit edler Erscheinung, hervorragendem Charakter, problemlos im Umgang und geeignet für alle Formen des Freizeitreitens. 

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