Paint Horse

Paint Horse Stute mit Fohlen
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Paint Horse – Farbe ist hier Programm

Paint Horse heißt übersetzt Farben Pferd. Und die Fellfarbe spielt bei dieser Rasse eine große Rolle. Deshalb ist die Zwei- bzw. Mehrfarbigkeit auch eines der festgelegten Zucht-Kriterien. Dabei werden zwei Grundmuster unterschieden: Overo und Tobiano. Overo heißt, die Grundfarbe ist dunkel mit weißen Flecken. Tobiano bedeutet, dass die Grundfarbe weiß ist, die Flecken jedoch farbig sind.

Der Ursprung liegt in Europa

Die Wurzeln dieser Zucht sind in Europa zu finden. Denn das Paint Horse stammt von den spanischen Pferden ab, die im 16. Jahrhundert nach Amerika gebracht wurden. Es ist eine reine Farbzucht, bei der alle Pferde ein geschecktes Fell aufweisen. Dabei ist das Paint Horse eng verwandt mit dem Quarter Horse und wird als das echte Cowboy-Pferd angesehen. In der Mundart der Cowboys nannte man gescheckte Pferde Calios.

Das Exterieur des Paint Horse

Dieses gescheckte Pferd hat einen feinen, edlen Kopf mit Vollblut-Einfluss. Das lange Schulterblatt formt einen ausgeprägten Widerrist, der weit in den Rücken hineinreicht und dabei den Reiter gut in der Leibmitte sitzen lässt. Auffallend an dem kraftvollen Körperbau ist die starke Bemuskelung der Hinterhand, also aller Körperpartien, die sich hinter der Zügelhand des Reiters befinden.

Ein Paint Horse auf einer Weide
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Rasse-Merkmal dünner Schweif

Charakteristisch für das Paint Horse ist sein spärlicher Schweif. Der Schweif wurde in selektiver Züchtung so dünn gezüchtet, damit sich das Pferd im Jagdeinsatz nicht im Unterholz damit verfing. Pintos waren schon wegen ihres Aussehens die Lieblingspferde der Indianer. Sie sind kraftvoll und hart, ohne dabei ihre Anmut einzubüßen. Ihre leichten Gänge sind bequem und ausdauernd.

Umgänglich, freundlich und ausdauernd

Heute ist das Paint Horse ein sehr beliebtes und nervenstarkes Familien-Freizeitpferd, geprägt von freundlichem Wesen, zugleich aber auch von lebhaftem Temperament. Die Tiere eignen sich hervorragend für die verschiedenen Western-Reitdisziplinen und das Distanzreiten über viele Kilometer durch unwegsame Gelände. Dabei werden Konstitution und Kondition der Pferde geprüft. Vorher müssen sie sehr intensiv trainieren. Pferde dieser Rasse sind grundsätzlich sehr vielseitig einsetzbar.

Das Paint Horse als Western-Pferd

Dank seines berühmten „cow-sense“ kann das Paint Horse die Reaktionen eines Rindes schneller erkennen als sein Reiter und deshalb von selbst reagieren. Der Reiter muss darauf achten, dass er bei den schnellen Bewegungen des Tieres nicht abgeworfen wird. Beeindruckend sind die Auftritte bei Western-Reitveranstaltungen, bei denen Pintos, wie diese Pferde auch genannt werden, und ihre Reiter das Publikum immer wieder in Staunen versetzen.

 

Rassenmerkmale:

  • Größe: 143cm – 165cm (höchstens)
  • Farben: Plattenschecken (Overo und Tobiano)
  • Herkunft: Nordamerika
  • Aussehen / Exterieur: Feiner, edler Kopf, Vollblut-Einfluss, ausgeprägter Widerrist, kraftvoller Körperbau, stark bemuskelte Hinterhand
  • Charakter / Interieur: Familienpferd, freundlich, lebhaft, vielseitig
  • Typ: Warmblut
  • Haupteinsatzgebiete: Distanz- und Wanderreitpferd, Familien- und Freizeitreitpferd eben Allroundpferde (durch ihre Vollbluteinmischungen)

 

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