POA – Pony of the Americas

Rassenmerkmale:

  • Stockmaß: 46 -56 „inches“; entsprechend 117 – 142 cm
  • Farben: Zuchtziel sind gut sichtbare Farbmuster wie z.B.Leopardenschecke („leopard“), alle Farben mit Decke („blanket“ oder „snowcap“)
  • Aussehen / Exterieur: Das Zuchtziel sind kleine, gut bemuskelte bunte Pferde mit dem Gebäude und dem Gangwerk eines Großpferdes und nicht den Bewegungsmustern eines Ponys. Die Amerikaner haben für die POAs den Begriff des „little horse look“ geprägt.
  • Charakter / Interieur: super nervenstark, freundlich und ausgeglichen, es ist ein ideales Pferd für Kinder und Jugendliche sowie für Therapeutisches Reiten. vielseitig, aufmerksam und gelehrig
  • Hauptzuchtgebiete: USA, Deutschland
  • Verbreitungsgebiete: USA, Deutschland, Australien, Schweden

Das „Pony of the Amerikas“ (kurz „POA“) ist wie schon der Name sagt eine amerikanische Züchtung. Die wichtigste Foundation Pferde dieser Rasse sind kleine Araberpferde, die unter anderem den typischen Kopf in die Zucht brachten, Quarter Horses, die ihr muskulöses, kompaktes Gebäude mit brachten, Appaloosapferde, die ihre charakteristischen Farben und Fellzeichnungen vererbten und American Shetlands, die auf Grund ihres kleinen Gebäudes zu Beginn eingezüchtet wurden.

Das Stammland USA ist bis heute das mit Abstand größte Zuchtgebiet für POAs geblieben. Fast 50 000 Vertreter dieser Rasse leben zurzeit in den Vereinigten Staaten von Amerika, in Deutschland sind es mittlerweile wohl etwa 100, in ganz Europa bisher kaum mehr. Neben einigen wenigen motivierten Züchtern in Deutschland hat Australien begonnen, eine eigene POA – Zucht aufzubauen.

Das POA zeichnet sich durch viele Qualitäten aus und eignet sich besonders für die klassischen Westerndisziplinen, aber auch beim Distanzreiten und in der klassischen Reiterei sowie beim Fahrsport hat es sich in den USA bewährt. Wegen seiner Ausgeglichenheit wird es auch häufig zum Therapeutischen Reiten eingesetzt. – Die POAs sind auf den meisten Westerntunieren (EWU / FN) zugelassen.

Mit sechs Jahren gilt das POA von der Größe und dem Farb-Fell-Muster als ausgewachsen und erst dann gibt es von dem amerikanischen Mutterverband die endgültigen – „permanent papers“ – Papiere. Das geforderte Stockmaß beträgt 46 bis 56 „inches“, was umgerechnet 117 bis 142 cm entspricht. Die wichtigsten Rassemerkmale sind die sichtbare weiße Sklera des Auges ( auch „Menschenauge“ genannt), die gesprenkelte Haut um Nüstern, Lippen und Genitoanalbereich („moddled skin“), die längs gestreiften Hufe („stripped hoves“) und die gut sichtbare Fellzeichnung der Appaloosa.

Das Gebäude ähnelt dem der Quarter Horses mit gut bemuskelter Schulter, kurzen, kräftigen Sprunggelenken, glatter Oberlinie, mächtiger, muskulärer Hinterhand mit rund abfallender Kruppe. – Das POA ist ein Westernkleinpferd und sein Gebäude erlaubt ihm die gleichberechtigte Teilnahme an allen Westerndisziplinen. Der kräftige Knochenbau und die gute Bemuskelung machen das POA zum idealen Pferd für die ganze Familie: Kinder, Jugendliche und Erwachsene lieben seit mehr als 50 Jahren das POA als erfolgreiches Show- und Freizeitpferd.

Im Juli 1954 begann mit der Geburt des Hengstes „ Black Hand POA#1“ die Geschichte der „Pony of the Americas“, kurz auch „P.O.A.“ genannt. In den mehr als 50 Jahren seit damals ist diese Rasse neben den „Quarter Horses“ und „Appaloosas“ zur größten und beliebtesten in den USA geworden. Offizielle POA – Shows finden heute in fast allen amerikanischen Bundesstaaten statt, der Jahreshöhepunkt für Züchter und Reiter ist die „International Show“ mit allen westernhorsetypischen Disziplinen.

Quellen & weitere Informationen:

Dr. Michael Weber: „Das POA – Die Erfolgsgeschichte einer Pferderasse“
Anina Wortmann, Dr. Michael Weber;
www.poa-germany.de
www.poac.org

(eingesandt von Anina Wortmann)

Quelle Bilder: 1. Bild: POA Mare,POA Ranch, Germany / 2. Bild: POA-Stallion,POA-Ranch, Multiple Grand Champion

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