Pferdegedicht: „Band der Freundschaft“

Du stehst da und schaust mich aus deinen dunklen, klaren Augen an.
Die Sonne bescheint dein pechschwarzes Fell und ich kann das Spiel deiner Muskeln sehen.
Deine starken Hufe scharren auf dem Boden und ich frage mich:

Wie kamen die Menschen nur dazu, dich, ein Geschöpf der Freiheit, ein Kind des Windes zu zähmen?

Damals, als dem ersten Pferd ein Halfter umgelegt wurde, ging die Zeit deiner Freiheit zuende.
Doch gleichzeitig begann etwas Wunderbares.
Die Freundschaft zwischen zwei Geschöpfen, die verschiedener nicht sein könnten.
Doch das Band dieser Freundschaft ist dünn.

So dünn…

Doch wenn es einmal gewachsen ist, kann es nichts mehr durchtrennen.

Nichts mehr!

eingesandt und geschrieben von Michèle, 13 Jahre

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