Pferdegedicht: „Du lebst nicht mehr“

Auf dem Herbstboden lag ein buntes Blatt.
Auf der Straße war es schon glatt.

Als ich dich sah, kamst du angetrabt,
über die frisch gestreute Saat.

Ich liebte dich auf den ersten Blick,
ich war so froh, als ich dich ritt.

Schon bald wurde mir etwas klar:
Du bist zwar teuer – aber wunderbar.

Also kaufte ich dich dann,
der schönste Teil meines Lebens begann.

Doch ich wusste nicht, was bald geschah,
aber später wurd’ es mir leider klar.

Von schrecklichen Träumen ganz zu schweigen,
musstest du dich deiner Krankheit neigen.

Auch in den Nächten träum ich noch von dir,
doch heut ist es anders, denn du lebst nicht mehr.

eingesandt und geschrieben von Mandy Löhr

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