Shagya-Araber

 

iStock/slowmotiongli

Shagya-Araber

Der Shagya-Araber ist ein hochedles Pferd von orientalischem Typ, aber etwas größer und kräftiger als der Vollblutaraber. Diese Pferde sind harmonisch gebaute Reitpferde, die schnell, sensibel, wendig und ausdauernd unterwegs sind. Ursprünglich als Reitpferde für die Kavallerie gezüchtet, werden Shagyas heute in allen Disziplinen des Fahr- und Reitsports eingesetzt.

Wurzeln der Rasse

Der österreichische Kaiser Joseph II war es, der im 18. Jahrhundert den Auftrag gab, Pferde speziell für seine Kavalleriereiter zu züchten. Das Ziel war es die Kavallerie mit besonders guten, schnellen und ausdauernden Pferden beritten zu machen. Ausgewählte, herausragende Stuten der Rassen Lipizzaner, Kladruber, aber auch türkischer, spanischer und ungarisch-moldavischer Zucht sowie einige Holsteiner Stuten, wurden erworben und nach Ungarn gebracht, wo die Zucht ihren Anfang nahm. Daher gilt das Gestüt Babolna in Ungarn als die Wiege dieser Zucht.

Der Shagya-Araber – benannt nach einem der Linienbegründer

Die Stuten wurden mit Araberhengsten gepaart und die Nachzucht auf ihre Verwendbarkeit als Kavallerie-Remonten und leichte Fahrpferde selektiert. Die wichtigsten Linienbegründer der Rasse sind: Shagya (ein Honigschimmel aus Damaskus, gezogen von Bani-Saher-Beduinen), Siglavy, Gazlan, Dahoman und O’Bajan. Nach dem Ende der Donaumonarchie wurde der Bestand auf die Nachfolgestaaten verteilt. Wichtigstes Gestüt war und blieb aber Bábolna. Nach dem 2. Weltkrieg geriet die Rasse etwas in Vergessenheit, erfreut sich aber seit etwa 1960 wieder steigender Beliebtheit als Veredler-, Freizeit und Sportrasse.

 

iStock/slowmotiongli

Das Äußere des Shagya

Er hat einen trockenen, geraden oder leicht konkaven Kopf mit großen Augen und Nüstern, kleinen Sichelohren und kräftigen Ganaschen. Gut geschwungener Hals auf etwas kurzer, steiler Schulter mit ausgeprägtem Rist. Stabiler, kurzer Rücken und eine etwas kurze, nur leicht abfallende Kruppe mit hohem Schweifansatz. Trockenes Fundament, harte Hufe. Leichte Bewegungen, große Ausdauer, Härte und genügend Gangvermögen auch für den Sport. Bei rund 150cm bis 160cm Stockmaß sehr oft Schimmel, seltener Braune, Füchse und Rappen.

 

Rassenmerkmale:

  • Stockmaß: Rund 150 bis 160 cm
  • Farben: Oft Schimmel, selten Braune, Füchse oder Rappen
  • Ursprung und Verbreitung: Ungarn, heute weltweit
  • Aussehen / Exterieur: trockener, gerader oder leicht konkaver Kopf; gut geschwungener Hals; steile Schultern; ausgeprägter Widerrist; stabiler, kurzer Rücken; kurze, leicht abfallende Kruppe; trockenes Fundament; harte Hufe
  • Charakter / Interieur: genügend Gangvermögen, ausdauernd
  • Haupteinsatzgebiete: Freizeitpferd, Reitpferd

 

Schreibe einen Kommentar