Pferdegedicht: „Ein nasser Ritt am Nachmittag“

Ein sanfter Hauch, auf deiner Wang’.
Des Sonnes Mut strahlt an dir entlang.
Ihr seid allein, nur du und dein Pferd.
Es sind noch Stunden, bis ihr umkehrt.
Kleine Spritzer kommen auf dich herab.
Es ist der Dünensand, auf dem ihr trabt.
Erscheint das Meer auch so düster und schwarz.
Es stört euch nicht, während dein Schimmel grast.
Da prangt er wieder des Sonnes Begegnung.
Der Wind rauscht hinter eurer Bewegung.
Groß und anmutig, edel und stark.
Langsam der Mond euch entgegen ragt.
Der Schimmel kehrt um, zu seinem wohligen Stand.
Ein letztes Mal peitscht euch der streunende Sand.
Ihr bleibt kurz stehen, um die Abendruh’ zu genießen.
Galoppiert dann hinüber, die wertvollsten Wiesen.
Ein kleiner Pfad führt durch den dunklen Wald.
Der Duft des Bekannten erreicht euch schon bald.
Nun springst du von deinem schwitzendem Pferd.
Auch dieser wundervolle Tag erneut dich ehrt.
Über dein Pferd streichst du sanft die Bürste.
Dieser kalte Ritt dein Leben würzte.
Im Stall steht dein Schimmel in sonnender Ruh’.
Den Stimmen der Nacht hört er aufmerksam zu.
Beruhigend frisst das Pferd ohne Klag’.
Und vorbei geht auch dieser bezaubernde Tag.

eingesandt und geschrieben von Mandy Löhr

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