Das Verhalten der Pferde

Ist es nicht interessant mal etwas mehr über das natürliche Verhalten des Pfedes zu erfahren? Schließlich verbringen wir fast jeden Tag mit ihnen und wissen manchmal gar nicht so genau warum sie manche Dinge tun oder sich so verhalten wie sie sich nun mal verhalten.

Eigentlich frisst das Pferd den ganzen Tag. Also etwa 60 – 70% der gesamten Tageszeit. Das macht ungefähr 12-18 Stunden aus. Pferde fressen langsam und  kauen gut. Das natürliche Futterangebot ist sehr rohfasserreich und wird im ständigen laufen aufgenommen. So laufen Pferde in der natürlichen Haltung während des Tages im Schritt viele Kilometer während des Fressens. Daher ist es wichtig, dass Pferde in Stallhaltung, mindestens 12 Stunden fressen können. So können sie ihr Kaubedürfnis zu befriedigen und um kein Hungergefühl zu bekommen. Denn der Verdauungstrakt der Pferdes ist darauf eingestellt nahezu ständig zu verdauen. Bei Boxenhaltung und kontrollierter Heufütterung, kann das Pferd diese natürliche Fresszeit nicht mehr ausführen. Die meiste Zeit des Tages steht es einfach in der Box.

Der Rest des Tages ist dann für die Ruhezeiten und das Sozialverhalten beansprucht.

Pferde leben natürlicherweise in einer Gruppe von ca. 20 Pferden. Es können aber auch Herden von mehr als 100 Tieren vorkommen, diese großen Gruppen gibt es jedoch heutzutage nicht mehr. Die Herde wird von einem Leithengst und einer Stute mit Fohlen „geführt“. Für Pferde ist der soziale Halt sehr wichtig. Dieser starke Zusammenhalt ist die Grundvoraussetzung für eine gute Verteidigung gegen Feinde. So ist das Verhalten konfliktvermeidend ausgelegt, um einen stärkeren Zusammenhalt und eine bessere Verteidigung gegen Feinde zu haben. Bei der Flucht läuft die Leitstute vorne weg und weist den anderen Pferden den Weg. Der Leithengst verteidigt die Gruppe und läuft meist hinten um unter Umständen Nachzügler anzutreiben.

Bei Pferden in Stallhaltung, kann man jedoch eine höhere Gewaltbereitschaft vorfinden. Dabei spielen auch Faktoren wie verschiedene Rassen die zusammen leben eine Rolle.

Pferde brauchen aufgrund ihres natürlichen Lebensraumes (Steppe) viel Licht und frische Luft. Am besten sind offene Ställe.

Freundschaften fürs Leben findet man bei Pferdeherden häufig. Sie entstehen meist zwischen zwei Stuten oder Stuten und Wallachen. Diese Freundschaften bilden sich oft schon im Fohlenalter und zeigen sich durch gemeinsame Fellpflege oder Stehen mit Überkreuzten Hälsen.

Die Kommunikation der Pferde findet in erster Linie durch visuelle Eindrücke statt. Pferde haben eine Rundumsicht. Nur was direkt hinter ihnen und direkt vor ihnen ist können sie nicht sehen. Sie können auf große Entfernungen hin Bewegungen wahrnehmen und darauf reagieren.

In zweiter Linie kommunizieren sie durch akustische Signale. Die Signale der Pferde werden von ihren Herdenmitgliedern sehr sensibel wahrgenommen. So können schon die kleinsten Veränderungen der Körperhaltung (auch auch nur die Veränderung der Stellung eines Körperteils) von den Herdenmitgliedern verstanden werden. Diese Kommunikation zeigen Pferde auch in der Mensch-Pferd Beziehung. So ist es für den Menschen immer gut, wenn er die Signale seines Pferdes deuten kann. So ist es in sehr vielen Situationen einfacher mit dem Pferd umzugehen und es gewaltfrei und ohne Druck zu Behandeln.

Die Schlafphasen des Pferdes äußern sich verschieden. Am häufigsten und längsten döst das Pferd. Das Pferd ruht sich aus im Stehen und ist dabei wach. Die Pferde sind in dem Dösezustand, sofort fähig zu reagieren. Das Dösen ist gekennzeichnet durch die hängende Unterlippe, seitlich stehende Ohren und halbgeschlossene Augen.

Die Schlafphase des Pferdes wird im liegen durchgeführt. Dafür ist ein gewisses Sicherheitsgefühl nötig. So legen sich in der Herde immer nur einzelne Tiere hin, während ein anderes Pferd nach gefahren Ausschau hält. Die Länge dieser Ruheperioden hängen von der Rasse, des Alter, Geschlecht und klimatischen Einflüssen ab.

Quelle Foto: Anett Weirauch , www.weirauch-mediadesign.de

Jahrgang 1968, ist Chemie-Ingenieur und betreibt seit 2003 erfolgreich Internetportale. Carsten ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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