Bretone

Bretonen an der Küste der Bretagne
iStock / Richard Villalon

Der Bretone – ein Franzose, der in drei Typen gezüchtet wird

Der Bretone ist ein schweres, kräftiges und kompaktes Kaltblut. Seine Heimat liegt in der französischen Bretagne. Mit seiner Größe von zumeist um die 150cm (manchmal bis zu 165cm) gehört es zu den kleineren Arbeitspferden. Bei dieser Rasse wurden und werden drei Typen gezüchtet: Das schwere Zugpferd (Trait Bretone), ein leichteres, kleineres Arbeitspferd (Petit Trait Bretone) und ein etwas sportlicherer Typ, der ursprünglich als Pferd der Boten eingesetzt wurde und deshalb Postier Bretone genannt wurde.

Der Bretone – entwickelt aus den Pferden keltischer Ritter

Die Ursprünge der Rasse sollen auf Pferde keltischer Krieger zurückgehen. Gerne als Ritterpferde eingesetzt, kam es auf den Kreuzzügen zu Einkreuzungen von orientalischem Blut. Im Laufe der Zeit entstanden die verschiedenen Schläge des Bretonen – der ursprüngliche schwere Typ des Trait Bretone oder Somnier, der als Arbeits- und Zugpferd aber auch als Streitross genutzt wurde und der vor allem an der Küste und auf dem Land beliebt war.

Unterschiedliche Einkreuzungen – verschiedene Typen

Zum anderen der leichtere Typ des Petit Trait Bretone oder Roussin, der für seine schönen Gänge geschätzt wurde und als leichteres Arbeits- aber auch als Reitpferd eingesetzt wurde. Später wurden Hackneys und Norfolk Roadster eingekreuzt. In der Folge entstand die dritte Form des Bretonen, die eher an ein schweres Warmblut erinnert und gerne als Postboten-Pferd genutzt wurde, der Postier Bretone. Die Zucht des Bretonen wird heute vor allem in den französischen Staatsgestüten Haras national de Lamballe in St. Malo und Haras national de Hennebont gepflegt.

Trait Bretone Stute mit Fohlen
iStock / oceane2508

Der Bretone – auch heute in der Bretagne zuhause

Schließlich wurden im 18. und 19. Jahrhundert bei der Zucht des Bretonen auch Ardenner, Boulonnais und Percheron eingekreuzt, um Pferde mit etwas mehr Größe zu bekommen. Seit 1909 gibt es ein Stutbuch, die drei Schläge werden jedoch nicht strikt getrennt gezüchtet, sondern gerne eingekreuzt. In dieser bodenständigen Rasse werden hauptsächlich Füchse gezüchtet. Was die Größe betrifft, unterscheiden sich die drei Schläge der Rasse. Der Trait Breton und Postier sind mit ca. 155 cm bis 160 Stockmaß größer als der Somnier oder Petit Trait Bretone (150 – 152 cm). Der Bretone ist trotz seiner kompakten Statur und seines gelassenen Gemüts erstaunlich wendig und schnell und ist deshalb auch als Freizeitpferd beliebt.

Rassenmerkmale:

  • Stockmaß: Zwischen 150 und 160 cm
  • Farben: Schimmel, vorrangig Füchse, Braune
  • Ursprung und Hauptzuchtgebiet: Frankreich
  • Aussehen / Exterieur: Kurze, starke Gliedmaßen; starke Hinterbacken; kurzer, dicker Hals; gerades Profil
  • Charakter / Interieur: Robust, freundlich, lebhaft, arbeitswillig
  • Allgemeines: Die Rasse ist für ihren Körperbau sehr lebhaft und energisch, sie wird schnell „erwachsen“. Der Postier Bretone hat sehr elegante Gänge
  • Haupteinsatzgebiet: Zugarbeit, landwirtschaftliche Arbeit, Freizeitpferd

 

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