Dongolavi

Der Dongolavi – ein Pferd aus dem Sudan

Das Dongolavi Pferd stammt wahrscheinlich von frühen ägyptischen, orientalischen und nordafrikanischen Pferden ab und zeigt große Ähnlichkeit mit dem Berber. Ganz genau lässt sich die Herkunft nicht einordnen, da die Pferdezucht in Afrika nicht so bekannt ist und nur in wenigen Ausnahmen strukturiert und mit reglementierten Zuchtbüchern durchgeführt wird.

Weit verbreitet in Westafrika

Der Dongolavi ist ein nach seinem sudanesischem Zuchtgebiet auch Kordofani genanntes, berberähnliches Pferd von rund 145cm Stockmaß, das erstaunlich ausdauernd, schnell und hart ist und lange ohne Wasser auskommt. Die Zucht wird von seither vor allem vom Volksstamm der Fulani betrieben, die im Sudan stark vertreten sind, aber auch in vielen anderen Ländern Westafrikas siedeln. Dies hat zur Verbreitung des Dongolavi Pferde in viele afrikanische Länder geführt. Die besten Exemplare dieser Rasse sollen nicht im Sudan, sondern in Äthiopien und Somalia gezüchtet werden, wo sie größer und kräftiger werden.

Der Dongolavi – enge Verwandtschaft mit dem Berber

Unter der Bezeichnung Westafrikanisches Dongola Pferd werden heute neben Dongolavis auch Pferde geführt, die aus Kreuzungen mit Berbern hervorgegangen sind.  Dongolavis sind meist Rappen oder Braune mit sehr vielen und großen Abzeichen. Der Hengst Ali Pascha und die Stute Ramdy des königlich-württembergischen Gestüts Weil waren originale Dongolavi.

 

 

Rassenmerkmale:

  • Stockmaß: Ca. 158 cm
  • Farben: Meist Rappen, mit weißen Abzeichen an Kopf und Beinen
  • Ursprung: Sudan
  • Aussehen / Exterieur: leicht geramster Kopf; starker Kopf, breiter Hals; kräftiger Rumpf; Schweif setzt hoch an; extrem harte Hufe
  • Charakter / Interieur: Kann klimatische Schwankungen vertragen, anspruchslos
  • Haupteinsatzgebiet: Heute Berittpferde, Reitpferde des Sultans, früher Pferde der Krieger

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