Konik

Konik Horse in a bright field with colorful wild flowers in Marchegg Natur Parkland, Austria 24.05.2021
iStock / FotoGablitz

Der Konik – ein ursprüngliches Pferd im Wildtyp

Koniks werden heute als Nachfahren des Tarpans eingeordnet und zoologisch als Unterart dieser echten Wildpferde anerkannt. Während der Tarpan gegen Ende des 19. Jahrhundert ausgestorben ist, werden die Koniks heute in einigen Regionen systematisch gezüchtet und in mehreren Gebieten halbwild, ohne den Eingriff durch Menschen, gehalten. So gibt es unter anderem in den Niederlanden (Oostvarderplassens) und in Norddeutschland weitläufige Areale, in denen sich große Herden der Koniks frei bewegen und vermehren können. Die Selektion findet dort ausschließlich durch die Natur statt.

Ein ausdauerndes Arbeitspferd

Doch auch wenn der Konik vor allem als Nachfahre des Wildpferdes bekannt ist, kann er gut als Nutz-, Arbeits- und Reittier eingesetzt werden. In Polen wird diese Rasse systematisch gezüchtet. Die Koniks bewähren sich als harte und keinesfalls temperamentlose Arbeits- und Reitpferde. Ihre Belastbarkeit und Ausdauer macht sie zu besonders guten Wanderreitpferden, und auch Distanzritte meistern sie meist freudig. Zuchttiere werden heute oft Leistungs-Prüfungen im Gelände und in Dressur und Springen unterworfen und zeigen sich dabei recht leistungsfähig.

Konik Horses in the Oostvaardersplassen, Netherlands. Flock of running horses.
iStock/AGAMIstock

Der Konik – ein Wildpferd im Ponyformat

Im Hinblick auf das Exterieur ist der Konik ein sehr stark im Wildtyp stehendes, mittelschweres Pony mit kleinem, ausdrucksvollem Kopf und oft kurzem Hals. Die Fellfarbe ist mausgrau in allen Schattierungen. Das Langhaar ist dunkel, die meisten Tiere weisen einen Aalstrich und „Zebrastreifen“ an den Beinen auf. Stockmaß: 130 cm -140 cm, Herkunftsland: Polen

Rassenmerkmale:

  • Stockmaß: Zwischen 130 und 140 cm
  • Farben: meist Graufalben, aber auch Braunfalben oder Mausgraue, meist Aalstrich und „Zebrastreifen“ an den Beinen, keine Abzeichen
  • Ursprung und Verbreitung: Polen, Osteuropa, Deutschland
  • Aussehen / Exterieur: ausdrucksvoller Kopf, oft kurzer Hals; konkaves Profil; muskulöser Hals; abfallende Schultern; schwacher Widerrist; starker, kurzer Rücken; abgeschlagene Kruppe; trockenes Fundament; leicht kuhhessige Stellung; robuste, kleine Hufe, üppiges Landhaar
  • Charakter / Interieur: aufgeweckt, motiviert, zäh, nicht zimperlich, genügsam, manchmal etwas schwierig
  • Hautpeinsatzgebiete: Reitpony, landwirtschaftliche Arbeiten

 

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