Landais

Das Landais-Pony wurde halbwild gehalten und stammt wahrscheinlich vom prähistorischen Tarpan der Steppe ab. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts sowie im Jahre 1913, als es etwa 2000 Ponys im Departement Les Landes gab, wurde viel Araberblut eingeführt. Bei einem Restbestand von nicht mehr als 150 Tieren nach dem Zweiten Weltkrieg war die Rasse beinnahe ausgestorben.

Es gab nur noch so wenig Ponys, daß die Inzucht zu einem großen Problem wurde. Die Züchter lösten dieses problem, indem sie Welsh-B-Hengste für Verdrängungskreuzungen einsetzten und auch wieder viel Araberblut einführten.

Der moderne Landais ist zwischen 119cm und 135cm groß. Die einst vorherrschende Schimmelfarbe ist heute selten vertreten; die meisten Pony sind Braune, Schwarzbraune, füchse und Rappen. Der Landais ist ein veredeltes pony. Der hübsche Ponykopf erinnert an den Araber, während es die kleinen gespitzten Ohren des Welsh-Ponys hat. Der Schweif wird hoch getragen. Mit seinen schlanken Beinen, dem guten Reitponyhals und der schrägen Schulter ist der Landais ein nettes Reitpony.

Es ist hart, genügsam, widerstandsfähig gegen Hitze und Kälte, gutmütig und intelligent. Der zu Beginn der 70er Jahre gegründete französische Ponyclub förderte die Zucht des Landais und seinen Einsatz als Kinderreitpony. Der Landais war auch die züchterische Grundlage, auf der das französische Reitpony, das Poney Francais de Selle entwickelt wurde.

(Aus „Die Enzyklopädie der Pferde“ von Elwyn Hartley Edwards  (Verlag: BLV) )

Rassenmerkmale:

  • Stockmaß: Zwischen 119 und 135 cm
  • Farben: Braune, Schwarzbraune, Füchse, Rappen, sleten Schimmel
  • Ursprung: Südfrankreich, in den Wäldern Les Landes als Wildpony
  • Aussehen / Exterieur: kleine gespitzte Ohren, hübscher Ponykopf, hoch getragener Schweif, schlanke Beine, schräge Schultern
  • Charakter / Interieur: hart, genügsam, widerstandsfähig, erträgt Temperaturschwankungen, gutmütig, intelligent
  • Haupteinsatzgebiet: Reitpony, vor allem für Kinder

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