Lusitano

Der aus Portugal stammende Lusitano (oder Lusitaner) ist dem spanischen Andalusier sehr ähnlich, hat aber etwas weniger Ausdruck. Er gehört zu einer alten Rasse, die von Andalusiern abstammt, und wurde damals für leichte landwirtschaftliche Arbeit genauso gebraucht wie als Reitpferd.

Lusitanos waren und sind ausgesprochen gute Reitpferde; ihre Anmut und Beweglichkeit prädestinieren sie für die Arbeiten der Hohen Schule. Zudem werden sie im portugiesischen Nationalsport, dem – unblutigen – Stierkampf eingesetzt. Dieser wird nur vom Pferd aus betrieben und die Pferde sind hoch geschult und reagieren auf die kleinste Hilfe des Reiters. Es ist ein ergreifender Anblick, wenn sich das Pferd mutig dem angreifenden Stier stellt und erst im letzten Augenblick ausweicht. Wird ein Pferd beim Stierkampf verletzt oder gar getötet, wird dies als großes Unglück angesehen.

Rassenmerkmale:

  • Größe: zwischen 153cm und 163cm.
  • Farbe: vorwiegend Schimmel, aber alle anderen Farben sind auch erlaubt.
  • Kopf: klein, mit geradem Profil. Kleine Ohren. Mutig blickende Augen.
  • Hals: manchmal etwas zu kurz und dick.
  • Schultern: lang, schräg. Widerrist nicht besonders deutlich ausgeprägt.
  • Gebäude: kurzes Kompaktpferd, kräftig, mit breiter Brust. Schweif sehr niedrig angesetzt.
  • Gliedmaßen: kräftig, trocken, von mittlerer Länge.
  • Aktion: mit Showcharakter, aber weniger als beim Andalusier.

Quelle Bild: Hortensejoanne / (CC:BY,SA)

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